Das Ergebnis der Bürgerversammlung vom 17. April 2019

Großes Interesse zeigten die Bürger und Bürgerinnen am 17. April bei der Bürgerversammlung: Der Kreuzungsbereich an der Endhaltestelle der Linie 4 in Oggersheim soll barrierefrei umgestaltet und für Fußgänger und Radfahrer sicherer gemacht werden.

Das Projekt geht auf Anregungen von Bürgern zurück. Organisiert vom Quartiers-Büro, hätten 2015 Bürger, Vertreter von Vereinen und Menschen mit Behinderung bei mehreren Rundgängen im Stadtteil 30 Stellen gefunden, die Hindernisse darstellten und barrierefrei sein sollten.

Die beiden wichtigsten wurden nun bei der Bürgerversammlung in den Fokus genommen: der Bereich vor der Integrativen Kindertagesstätte und die Kreuzung Comenius/Berthold-Brecht-Straße an der Wendeschleife. Zur sicheren Querung sollen Fußgängerinseln errichtet werden. Zudem wird der Überweg zur Schule und KiTa zur verbesserten Einsicht geradlinig verlaufen sowie die Bürgersteige abgesenkt und mit Leitsystemen für Sehbehinderte ausgestattet werden. Die Straße wird zur Sicherheit von Radfahrern auf 4,80 Meter verbreitert, so dass diese risikolos überholt werden können. Diese Umbauaktionen sollen zuerst in Angriff genommen werden. Für die Baumaßnahme an der Wendeschleife der Linie 4, die noch nicht beziffert wurde, gibt es eine 90-prozentige Förderung aus dem Landesprogramm „Soziale Stadt“, nur zehn Prozent wird von der Stadt getragen.

Der Schienenersatzverkehr sorgte für Diskussionen, denn ein Rollstuhlfahrer aus dem Publikum fordert hier eine barrierefreie Haltestelle. Das allerdings sei Sache der RNV, mit der die zuständige Stelle ins Gespräch kommen wird, so der Projektleiter.

Ein Anliegen vom „Oggersheim-Online“- Redaktionsteam war das Kurz-Zeit-Parken am Mittelstreifen der Comeniusstraße vor dem Norma-Discounter zu erlauben. „Wir wollen im ganzen Kreuzungsbereich Tempo 30 einführen, dann wäre so etwas möglich“, machte Rüdiger Schmidt von der städtischen Verkehrsbehörde Hoffnung.

Die Maßnahme solle bis Jahresende ausgeschrieben werden, im Idealfall könnte der Bau nächstes Frühjahr beginnen, sagte Björn Feike vom Fachbereich Tiefbau. Laut Seid (Soziale Stadt- Quartiersbüro) können die Pläne für den Kreuzungsbereich ab sofort im Quartiersbüro (Werktags von 9 bis 16 Uhr) in der Comeniusstraße 10 von jedermann angesehen werden.